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Anträge der FWG- Fraktion im Oberen Glantal


"Ich bin dabei"

Antrag der FWG-Fraktion zur Stärkung des Ehrenamtes

 

Betreff:

Bewerbung der Verbandsgemeinde Oberes Glantal zur Initiative „Ich bin dabei“, Ausschreibung 6. Staffel

 

Sachdarstellung:

Das bürgerliche Engagement ist von sehr großer Bedeutung für das Leben in unserer Gesellschaft und unseren Dörfern. Es ist auch Aufgabe der Kommune, ehrenamtliches bürgerliches Engagement in Gruppen und Vereinen zu fördern.

Die vorhandene Ehrenamtskultur, auch in unserer Verbandsgemeinde, verdient Anerkennung und Unterstützung.

Im Sinne der Ehrenamtsförderung und deren Weiterentwicklung können sich Menschen vielfältig auf einen neuen Weg einlassen, um sich zu engagieren, wenn passgenaue Strategien und Strukturen für eine nachhaltige Engagementförderung entwickelt, ins Leben gerufen oder bestehende Strukturen nachhaltig unterstützt werden ( z.B. Bürgerbus, Tafel, Besuchsdienste, vielfältige Vereinsarbeit, u.v.m. ).

 

Im März 2019 hat die Landesregierung bereits zur 6. Staffel „Ich bin dabei“ aufgerufen.

 

Ziel dieser Initiative ist eine Strategie- und Strukturentwicklung zur kommunalen Ehrenamtsförderung, die passgenau auf die jeweilige Kommune abgestimmt und entwickelt werden kann.

 

Die FWG Oberes Glantal beantragt, dass sich die Verbandsgemeinde Oberes Glantal beim Projekt, „Ich bin dabei„ bewirbt, um das vielfältige bürgerliche Engagement tragfähig und nachhaltig in unserer Kommune zu unterstützen und zukunftsfähig zu gestalten.

 

FWG Fraktion Oberes Glantal 25.3.2019

i.A. Margot Schillo

 

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FWG Antrag "Ich bin dabei" 6. Staffel
Antrag FWG OG Ich bin dabei.pdf
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Antrag der FWG-Fraktion: Wohnortnahe Etablierung einer Gemeindeschwester im Oberen Glantal

Betreff:

Grundsatzbeschluss zur Etablierung einer „Gemeindeschwester“

im Oberen Glantal

 

Sachverhalt:

Die FWG Kreis Kusel hat, gemeinsam mit der FWG Oberes Glantal, am 5.4.2018 einen Antrag zur Etablierung einer Gemeindeschwester im Landkreis Kusel und ergänzend zur Unterstützung, in der Verbandsgemeinde Oberes Glantal, beantragt.

 

Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am 24.9.2018 der „Etablierung einer Gemeindeschwester im Kreis Kusel“, einstimmig zugestimmt.

Eine Stelle zur Pflegefachkraft wurde ausgeschrieben.

Im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge nehmen wir wahr, dass sich die Lebenswelt und Infrastruktur auf dem Land stark verändert hat. Die Daseinsvorsorge sollte, aufgrund des sozial demografischen Wandels gesellschaftlich aktiv gestaltet werden.

 

Dies betrifft im Besonderen den Alltag der älteren Bevölkerung im Bereich Selbstversorgung, sozialer Teilhabe, Vorsorge und Selbstbestimmung, gerade vor dem Hintergrund zunehmender und komplexerer Alltagsanforderungen und Bedarfe.

 

Hier wird dringend die Funktion eines Kümmerers benötigt.

Ziel der Etablierung eines Kümmerers,

einer Gemeindeschwester im Oberen Glantal, ist es,

Seniorinnen und Senioren zu beraten und aktiv zu unterstützen,

damit sie länger „zu Hause“ leben können

und ambulante Pflegebedürftigkeit oder auch stationäre Pflege verzögert oder vermieden werden kann.

Wir brauchen wohnortnah eine Sorge- und Unterstützungskultur.

 

Gefördert werden soll:

- eine gute Lebensqualität,

- eine lange selbständige Lebensführung,

- die soziale Teilhabe der Seniorinnen und Senioren,

- die Vermeidung einer krankmachenden Vereinsamung und einer dauerhaften Überforderung im Alltag.

 

Der Begriff „Gemeindeschwester“ nutzt hier den Vertrauensvorschuss und hat eine deutliche Türöffnerfunktion.

 

Um vor Ort persönlich beraten und helfen zu können, ist es notwendig, dass die Gemeindeschwester in der Region verwurzelt und mit den örtlichen Kommunen, Strukturen und Prozessen vertraut ist.

Darum ist die ergänzende Unterstützung einer Gemeindeschwester, gerade auch auf der Ebene der Verbandsgemeinde, wichtig und unverzichtbar.

Mit gutem Beispiel geht hier seit 2014 erfolgreich die Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen voran.

 

Alleine im Oberen Glantal haben wir aktuell mehr als 3800 Menschen über 75 Jahre und Älter.

 

Das sind zur Zeit fast 14 % der Bevölkerung!

Hierzu ergänzend einige Zahlen aus dem Abschlussbericht vom Mai 2018,

der Uni Köln zum Projekt der Gemeindeschwester nennen:

(Altersgruppe ab 80 Jahre)

65 % lebten im eigenen Haus

58 % lebten alleine, hiervon waren anteilig 71 % Frauen

36% der Angehörigen wohnten nicht im Ort oder in größerer Entfernung

34 % hatten keine ausreichende Unterstützung im Alltag, waren überfordert und vereinsamten.

 

Aus dieser Unterversorgung ergeben sich unmittelbar und zwangsläufig die Aufgaben der Gemeindeschwester:

 

1. Angebot der aktiven präventiven Hausbesuche zur Beratung: z.B. im Bereich Wohnumfeld, Mobilität in und außer Haus, Hilfsmittelberatung, Sturzsicherung.

Vorsorgliche und aktuelle Informations- und Beratungstätigkeit über mögliche Unterstützungs- und Hilfestellung ( z.B. Essen auf Rädern oder mobiler Mittagstisch, Hilfsmittel zur besseren Mobilität, Hausnotruf, Alltagsbegleitung, Behindertenausweis, ...) sowie die Unterstützung bei derer Inanspruchnahme.

 

2. Ansprechpartner für Ortsbürgermeister, Pfarrer, Ärzte, Seniorenvertreter, Krankenkassen, Kreisverwaltung, Pflegekonferenzen, Bedarfsplanungen, sozialer Versorgungs- und Betreuungsangebote, etc.

Enge Kooperation und Zusammenarbeit mit den Pflegegenstützpunkten

 

3. Sozialraumentwicklung und Schaffung von Angebotsstrukturen, Hilfe bei Aufbau und deren Bekanntmachung.

Konkret sollen Angebote initiiert und begleitet werden wie z. B.

Seniorencafés, ehrenamtlicher Besuchsdienst, Stammtisch, altersgerechte Bewegungs- und Kulturangebote zur Stärkung von Sozialkontakten, Kraft,/Ausdauer/Gleichgewicht zur Sturzvermeidung, Taschengeldbörse, Aufbau einer Nachbarschaftshilfe, Telefonketten, Vermittlung von Alltagsbegleitung und Alltagshilfen, u.v.m.

Durch niedrigschwellige Hilfsangebote wird auch eine soziale Teilhabe ermöglicht und eine Vereinsamung verhindert.

Unterstützung von Angebotsstrukturen: bei Bedarf fachliche Unterstützung z.B. „Quirnbach intakt“

 

4. Öffentlichkeitsarbeit um den Zugang zu den Seniorinnen und Senioren zu entwickeln.

Regelmäßige Sprechzeiten und Präsens in den Gemeinden.

Durchführung von Infoveranstaltungen und Fachvorträgen.

 

5. Netzwerkarbeit und Austausch mit Selbsthilfegruppen, Vereinen, Bürgerbus, Tafel, Demenznetzwerk, amb. Pflegediensten u.v.m

 

6. Einführung und Optimierung eines Notfallmanagements.

Einführung der „Grünen Notfalldose“

Die Notfalldose dient der Optimierung in einer Notfallsituation. Sie enthält wichtige Informationen über Medikamente, Diagnosen, Implantate, Hilfsmittel, Ärzte, Betreuer, Vorsorgevollmacht u.v.m und hat im Haushalt immer den gleichen Platz – im Kühlschrank.

 

Mit zunehmendem Alter ist zum Erhalt und zur Förderung bestimmter Fähigkeiten und Lebensbedingungen, im hohen Lebensalter, mehr Zeit, Übung, Unterstützung und Ressourceneinsatz notwendig, als in jüngeren Jahren ( Bates 1997).

 

Antrag der FWG Oberes Glantal e.V.:

Die FWG Fraktion beantragt, grundsätzlich,

nach Einführung und Konzeption der „Gemeindeschwester“ im Landkreis Kusel,

das Projekt in Kooperation personell (oder finanziell) mit einer Stelle durch die Verbandsgemeinde Oberes Glantal, für den Bereich der Verbandsgemeinde Oberes Glantal, zu unterstützen.

 

FWG Fraktion Oberes Glantal 25.1.2019